Das Virtuelle WIR
Das virtuelle WIR – Akademie für Sexuelle Gesundheit
Zeitraum: 01.04.2024 – 31.03.2026
Beteiligte Bündnispartner: WIR – Walk In Ruhr, Ruhr Universität Bochum, Katholisches Klinikum Bochum
Kurzbeschreibung:
Das Projekt wurde am im März 2026 erfolgreich abgeschlossen. Die entwickelte Plattform wird unter dem Namen tabubruch weitergeführt und kontinuierlich ausgebaut.
Im Rahmen des Projekts entstand eine barrierearme digitale Plattform, über die Interessierte, Ratsuchende, Multiplikatorinnen, Behandlerinnen und Beratende unabhängig von Wohn- oder Arbeitsort rund um die Uhr zielgruppenspezifische Informationen zu sexueller Gesundheit sowie Fortbildungs- und Beratungsangebote abrufen können.
Die Inhalte wurden entsprechend der Anliegen der Nutzer*innen in unterschiedlichen sprachlichen und fachlichen Komplexitätsstufen aufbereitet und über verschiedene Formate wie Videos, Vorträge, Texte und Vorlesefunktionen zugänglich gemacht. Dieses onboarding-basierte Konzept ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang – von grundlegenden Informationen zu Verhütung und Selbstfürsorge bis hin zu universitärer Fort- und Weiterbildung. Das Zentrum für digitales Lehren und Lernen in der Medizin der Ruhr University Bochum begleitete die didaktische Prüfung, Aufbereitung, Aktualisierung und Evaluation der Inhalte sowie deren Einbindung in die studentische Lehre.
Die Plattform trägt dazu bei, die sozialräumliche Versorgung in Bochum und der Ruhrregion strukturell und nachhaltig zu verbessern. Unabhängig von Wohnort, Mobilität, Bildungshintergrund, Anlass oder Kommunikationshürden wurde ein niedrigschwelliger Zugang zum Thema sexuelle Gesundheit geschaffen, Präventionsangebote sichtbar gemacht, Vernetzung ermöglicht und fachliche Qualifikationen gestärkt. Die entwickelten Ansätze wurden wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
Als interdisziplinärer Versorger mit hoher Fachkompetenz und bereits vorhandenen digitalen Angeboten war das WIR – Walk In Ruhr bereits vor Projektbeginn bundesweit innovativ und in Struktur, Behandlungsansatz sowie Netzwerkarbeit weitgehend einzigartig. Mit der Plattform konnte eine wichtige Versorgungs- und Angebotslücke im Bereich sexueller Gesundheit und Medizin geschlossen und ein individualisierter Zugang zu Versorgung geschaffen werden – insbesondere für Menschen in vulnerablen Lebenssituationen, für die bestehende Versorgungspfade häufig schwer zugänglich sind.
Während der 24-monatigen Projektlaufzeit wurde die Plattform gemeinsam mit externen Dienstleister*innen technisch umgesetzt, Materialien für Information und Prävention didaktisch aufbereitet, Lehrveranstaltungen integriert und evaluiert sowie die nachhaltige Verstetigung der Plattform vorbereitet.
Ansprechpartner:innen: PD Dr. Adriane Skaletz-Rorowski, Dr. Anja Potthoff, Dr. Miriam Basilowski

